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	<title>Meinung &#8211; ComSpective</title>
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	<description>Coaching und Beratung für Kommunikationsprofis</description>
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		<title>2026: Haltung statt guter Vorsätze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2026 13:35:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Bleigießen-Verbot und Böller-Diskussion könnte 2026 das Jahr für dem Aus für gute Vorsätze werden. Üblicherweise ist so ein Jahreswechsel der Höhepunkt guter Absichten: mehr Fokus, weniger Stress, mehr Sport, mehr Zeit für die Kinder, mehr Yoga. Endlich das Richtige tun. Alljährlich folgt dem guten Silvester-Vorsätzen eine Vorsatz-Routine: Kaum ist die erste Januarwoche rum, führt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="5374" class="elementor elementor-5374" data-elementor-settings="{&quot;ha_cmc_init_switcher&quot;:&quot;no&quot;}">
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									<p><span style="font-kerning: none;">Nach Bleigießen-Verbot und Böller-Diskussion könnte 2026 das Start-Jahr für die Arbeit an der eigenen Haltung werden &#8211; und das Aus für gute Vorsätze. Üblicherweise ist so ein Jahreswechsel der Höhepunkt guter Absichten: mehr Fokus, weniger Stress, mehr Sport, mehr Zeit für die Kinder, mehr Yoga. Endlich das Richtige tun. Alljährlich folgt den guten Silvester-Vorsätzen eine Vorsatz-Routine: Kaum ist die erste Januarwoche rum, führt der selbstgefasste Vorsatz zu Stress und Überforderung. Die Folge: Der Vorsatz wird vergessen und in die Dunkelkammer nie umgesetzter Vorsätze verschoben. Statt Freude über erzielte Erfolge machen sich innere Scham und heimliche Schuldgefühle ebenso breit wie die erneut gestärkte Überzeugung, nicht diszipliniert, beherrscht, sportlich, ambitioniert&#8230;genug zu sein. Das, was man schon lange hätte tun müssen, wird auch im nächsten Jahr wieder zu einem guten Vorsatz.</span></p>
<h2><span style="font-kerning: none;">Unnützes Denken in Handeln verwandeln</span></h2>
<p style="margin-bottom: 16px;">Die gute Nachricht: Hinter unseren verfehlten Zielen und nie erreichten guten Vorsätzen steckt weniger mangelnde Disziplin als vielmehr ein Denkmodell, das nicht mehr passt. Das vielleicht noch nie gepasst hat. Das, was wir als guten Vorsatz formulieren, will demnach nur ein Teil von uns. Ein anderer Teil von uns möchte genau dieses Ziel auf gar keinen Fall verfolgen. Dieser Teil reagiert mit Widerstand und boykottiert den guten Vorsatz. Wir haben es einfach verlernt, die Stimmen, die sich so bemerkbar machen, wahrzunehmen.</p>								</div>
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									Doch auch diese inneren Anteile wollen etwas für uns. Um herauszufinden, was das ist und wie wir die darin enthaltene Kraft für uns erschließen können, hilft nur genaues Hinsehen. Etwas, das uns ganz besonders schwerfällt, wenn negative Gefühle im Spiel sind. Eben die, die verhindern, dass Neujahrsvorsätze eine Chance auf Umsetzung haben. Dabei sind gerade diese Gefühle Hinweise auf etwas Unbewusstes in uns, das sich lohnt, wahrgenommen zu werden. Dieses Unbewusste gehört ebenso zu unserem vollständigen Ich wie die Anteile, die Neujahrsvorsätze definieren. Mit einem einzigen Unterschied: Das vermeintlich Gute heißen wir willkommen. Vor dem Störenden, Negativen verschließen wir die Augen.

Coaching ist eine Einladung, auch diese Seiten wahrzunehmen, zu entdecken und zu verstehen. Und die Kraft, die damit einhergeht, nicht an Widerstand zu verschwenden, sondern für uns zu erschließen. Erst dann ist der Weg frei für das, was der ganze Mensch wirklich, wirklich will – und das dann auch zu tun. 								</div>
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									<h2>Grenzen klassischer Problem-Ziel-Logik</h2><p><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">Hinzu kommen die eben nicht mehr gradlinigen, verlässlichen, stabilen und eindeutigen Kontexte, in denen wir heute leben. Für den Umgang damit greift die klassische Problem–Lösung–Ziel-Logik zu kurz. Die Idee dahinter: wir wissen, </span><em style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">was</em><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;"> das Problem ist, </span><em style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">welche</em><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;"> Lösung die richtige ist und </span><em style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">welches</em><i style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;"> </i><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">Ziel uns trägt. So einfach ist es heute üblicherweise nicht mehr. Und dabei scheint nicht die Welt zu kompliziert – unsere Erwartungen an Eindeutigkeit werden unserem Leben schlicht nicht mehr gerecht.</span></p><p>Damit aus Vorsätzen ein „einfach machen“ werden kann, lädt der systemische Blick zu einem Perspektivwechsel ein: Statt <span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: 1rem;">„</span><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: 1rem;">Was will ich erreichen?<i>&#8222;</i></span><span style="font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-size: 1rem;"> </span><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">öffnet die Frage &#8222;Wovon will ich mich leiten lassen?&#8220; den Raum. Tatsächlich machbare Vorhaben entstehen aus Orientierung, nicht durch (Selbst-)Kontrolle. Aus Klarheit durch Selbstklärung, nicht durch Selbstoptimierung und Anpassung.</span></p><h2>Drei Fragen für Haltung statt Vorsatz</h2><p>Lange genug haben wir uns mit sogenannten guten Vorsätzen an messbaren Zielen abgearbeitet und dabei einen Teil des eigenen Selbst auf die inneren Barrikaden gejagt. Stattdessen unterstützt Selbstklärung das Finden einer Haltung, die uns motiviertes Handeln ermöglicht. Hier drei beispielhafte Fragen für alle, die das neue Jahr dafür nutzen möchten, Klarheit über die eigene Haltung zu gewinnen:</p><ul><li><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">Wofür will ich ansprechbar bleiben – auch wenn es unbequem wird?</span></li><li><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">Welche Werte sollen mein Handeln leiten, wenn es keine klare Lösung gibt?</span></li><li><span style="font-style: inherit; font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif;">Wo darf ich mir erlauben, nicht fertig zu sein – und trotzdem wirksam?</span></li></ul>								</div>
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									<h2>Warum Irritation und Nicht-Wissen wichtig sind</h2><p>Das erfordert Mut. Denn eigene Haltung bedeutet auch: Ecken und Kanten zu zeigen, Ambivalenzen auszuhalten und nicht jedes vermeintlich schlechte Gefühl vorschnell zu „reparieren“. Unsicherheit und Irritation verweisen auf unbewusste Bedürfnisse, die berücksichtigt werden wollen. Genau hier liegt die Chance auf Entwicklung: im bewussten Umgang mit Nichtwissen, inneren Widersprüchen und offenen Zukünften.</p><h2>Zukunftskompetenz innere Arbeit</h2><p>Dabei geht es nicht um schneller, höher, weiter, effizienter, passgenauer, sondern um Tiefe, Resonanz und den Umgang mit Unbewusstem. Nicht mehr Ziele, sondern bessere innere Bezugspunkte. Fähigkeiten wie Selbstreflexion, Sinnorientierung, Verbundenheit und verantwortliches Handeln werden damit zu Zukunftskompetenzen.</p><h2>Was Coaching hier leisten kann – und was nicht</h2><p>Coaching ist nicht der passende Ort für den „richtigen Vorsatz“. Coaching ist ein Denk- und Resonanzraum, in dem Menschen ihre eigenen inneren Landkarten überprüfen, erweitern und neu ordnen können. Ein Raum, in dem es nicht um schnelle Lösungen geht, sondern Orientierung entstehen darf.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>								</div>
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									<h2>Einladung zum Jahreswechsel</h2><p>Mein Wunsch zum Jahreswechsel ist deshalb kein Vorsatz im klassischen Sinn, sondern eine Einladung:</p><p><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f449.png" consent-required="2418" consent-by="services" consent-id="2420"/> Überlege, wie es dir gelingen kann, etwas weniger an dir zu arbeiten – und etwas zu dir im Ganzen zu stehen.<br /><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f449.png" consent-required="2418" consent-by="services" consent-id="2420"/> Versuche, dich bei deinem Handeln etwas öfter an deinen inneren Werten zu orientieren – auch dann, wenn der Weg noch unklar ist.<br /><img alt="👉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f449.png" consent-required="2418" consent-by="services" consent-id="2420"/> Erlaube dir unterwegs zu sein und noch nicht alles zu wissen: beobachtend, erkundend, denkend und lernend.</p><p>So kann Selbstschädigung durch Anspruch zu Zuversicht durch Haltung werden.</p><p>Have a Happy New Year!</p>								</div>
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